Hej Sverige Fikapaus med Hans

Vor fünf Jahren meldete sich Hans, der Sportökonomie an der Uni Bayreuth studierte, rein spaßeshalber zum Schwedischkurs an. Er hatte gleich Freude an der Sprache und absolvierte nach und nach alle vier Grundkurse. Damit begann seine „Sprachreise“ und er konnte nicht ahnen, dass er eines Tages so tief in diese nordische Sprache und das Land Schweden hineintauchen würde.

„Damals wusste ich nicht, dass ich hier landen werde, wo ich heute bin.“

Alle Teilnehmer im Sprachkurs waren sehr motiviert und engagiert. Wir hatten viel Spaß zusammen und somit ließ sich die Sprache recht leicht und unkonventionell lernen. Die Inputs über das Land und die Kultur weckten das Interesse und steigerten den Willen Schweden zu besuchen und die Sprache zu verwenden.

„Um weiterzukommen gilt es, sich zu trauen viel zu sprechen und mit der Sprache zu spielen. Dabei Spaß zu haben, ist das Allerwichtigste.“

Hans entschied sich für einen Intensivkurs in Schwedisch an der schönen kleinen Universitätsstadt Lund in Südschweden und vertiefte seine Grundkenntnisse. Die Fazination für das Land und die Sprache wuchs. Genauso wie seine Sprachkentnisse, die immer besser wurden. Schwedisch ist nicht allzu schwer zu erlernen, vorallem für einen Deutschsprachigen. Schwedisch und Deutsch ähneln sich und die Grammatik ist verhältnismäßig leicht. Was einen lange beschäftigen wird, ist die Aussprache. Sind es am Anfang Zungenbrecher wie sjuksköterska oder dann später die richtige Betonung bzw. Akzent eines einzelnen Wortes.

„Eine Herausforderung ist die Aussprache.“

Seine Reise ging weiter nach Lund und hier ist er nun; an der schwedischen Westküste in Göteborg, der zweitgrößten Stadt Schwedens, und macht seinen Masterabschluss an der Handelshögskolan. Die entspannte Metropole am Meer begeistert Hans sowohl mit Großstadtgefühl als auch der Nähe zur  Natur. Er fährt gerne ans Meer und macht manchmal Ausflüge im Schärengarten. Seine Favoritplätze sind Skansen Kronan; eine alte Festungsanlage, wo er die schöne Aussicht über dem malerischen Stadtteil Haga genießen kann. Das Stadtviertel Haga ist für dessen schöne Holzhäuser, kopfsteingepflasterte Straßen und gemütliche Cafés bekannt. Ein Highlight ist hier, sich eine typisch schwedische Fika zu bestellen: En kopp kaffe med kanelbulle, tack!
Hans fühlt sich insgesamt sehr wohl in Schweden und beschreibt wie freundlich, nett und entspannt die Einheimischen sind.

Wo seine Reise hinführt, weiss er noch nicht, aber dass er durch die Sprache das Land und die Kultur tiefer kennengelernt hat, steht fest; Er hat schon einige schwedische Freundschaften geknüpft. Mittlerweile ist Hans Schwedisch beeindruckend gut und ich höre während unseres Gesprächs sogar auch einen Hauch von dem typisch melodischen Dialekt Göteborska.

      „Ein sehr gutes Zeugnis ist, wenn die Schweden in einer Unterhaltung nicht immer gleich ins Englische wechseln.
Wenn man dies erreicht hat, kann man richtig zufrieden mit sich sein.“